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Wie Sie den Facebook Katalog für Instagram Shopping nutzen

    Inhaltsverzeichnis:

Wie Sie den Facebook Katalog für Instagram Shopping nutzen

Instagram konnte 2018 bereits gut eine Milliarde Monthly Active Users (MAUs) verzeichnen. Zwei Jahre zuvor hatte Instagram gerade mal die Hälfte der jetzigen monatlich aktiven Nutzer. Diese Statistik allein zeigt schon, dass Instagram über die letzten Jahre ein enormes Wachstum hingelegt hat und damit noch längst nicht fertig ist. 

Die Plattform steckt voller Potential. Und das lockt auch Millionen von Werbetreibende an, die über Instagram ihre Marke ästhetisch präsentieren und einen neuen Vertriebskanal für ihre Produkte etablieren möchten. Seit April 2018 macht es Instagram ihnen durch die Instagram-Shopping-Funktion auch enorm einfach, Produkte über die App zu verkaufen. 

Quelle: Screenshot aus dem Instagram-Account von fitzandhuxley

Der enorme Vorteil von Instagram Shopping

War es für die Nutzer davor noch extrem umständlich Produkte im Online-Shop zu finden, die sie in den Instagram-Beiträgen gesehen haben, können sie jetzt in zwei Klicks direkt zum angezeigten Produkt gelangen und direkt kaufen. 

Das revolutioniert das Einkaufserlebnis der Nutzer auf der App und verkürzt die Customer Journey dieser Käufe auf ein Minimum. Mit Sicherheit hat das umständliche Wiederfinden der gesehenen Produkte auf Instagram einige Nutzer davon abgehalten zu kaufen. Mit der Shopping-Funktion ist das ansehnliche In-Szene-Setzen Ihrer Artikel auf ein nächstes Level gehoben. Dadurch steigen Traffic als auch Umsätze enorm an. 

Zusammengefasst bedeutet Instagram Shopping für Sie:

  1. Revolutionieren des Einkaufserlebnis in Instagram, da Verkürzung der Customer Journey
  2. Im Umkehrschluss heißt das erhöhte Kaufabschlüsse
  3. Gute Transparenz durch die Shopping-Funktion, da der Preis ebenfalls angezeigt wird
  4. Hervorragende Präsentation von Produkten

Allein in den USA, in denen das Shopping-Feature bereits Ende 2016 nach und nach gelauncht wurde, verzeichnen Unternehmen durch diese Verkürzung der Customer Journey eine signifikante Umsatzsteigerung. 

So erzählte der Gründer von Spearmintlove – einem amerikanischen Unternehmen, das Baby- und Kinderklamotten verschiedener Marken verkauft –, Shari Lott von einem Traffic-Anstieg um 25 % und einem Umsatzzuwachs von 8 %. 

Quelle: Screenshot aus dem Account von FitzandhuxleyQuelle: Screenshot aus dem Account von Fitzandhuxley

Instagram Checkout angekündigt

Darauf möchte Instagram es allerdings nicht beruhen lassen. Im März diesen Jahres (2019) kündigte Instagram einen eigenen Checkout-Prozess an. Aktuell befindet sich die erweiterte Shoppingmöglichkeit noch in der Beta-Phase und ist daher nur für die USA zugänglich. 

Die großen Marken wie Nike, Burberry und Revolve sind mitunter die ersten Unternehmen, die für die Funktion freigeschaltet werden. Nutzer können dann in der App mit Visa, Mastercard und PayPal bezahlen ohne dabei einen Browser verwenden zu müssen oder auf die Webseite des Anbieters gehen zu müssen. 

Wie Instagram ankündigt ist der Checkout-Prozess nicht die einzige Neuerung, die noch folgen wird:

„Checkout ist nur ein Schritt unseres langfristigen Engagements für Shoppingerlebnisse auf unserer Plattform. Wir freuen uns darauf, in diesem Jahr noch weitere Shoppingmöglichkeiten auf Instagram vorzustellen.“

Also wir dürfen mehr als gespannt sein!

Haben Sie jetzt ebenfalls den Tatendrang verspürt, mit Instagram Shopping zu starten?
Dieser Blogartikel zeigt Ihnen konkret, wie Sie mit Instagram Shopping starten können.

Wie Sie Instagram Shopping aktivieren:

Um mit der Instagram-Shopping-Funktion für Ihren Account starten zu können, müssen Sie erstmal sicherstellen, ob Sie überhaupt für Instagram Shopping geeignet sind:

1. Erfüllen Sie also zuallererst die Voraussetzungen für Instagram Shopping.

1. Ihr Instagram-Account muss ein Business-Profil sein:

Falls das noch nicht der Fall ist, sollten Sie Ihren Account umstellen. Klicken Sie dazu in Ihrem Profil auf das „Menü“, um die Umstellung durchzuführen. Unter den „Einstellungen“ finden Sie dann den Button „In Business-Profil umwandeln“. Et voilà. That‘s it!

Mit der Umwandlung können Sie weitere Business-Funktionen wie Route planen, Telefonnummer oder E-Mail-Adresse hinzufügen und nützliche Insights zu Followern und Engagement einsehen. Beachten Sie dabei, dass ein Business-Profil immer für jeden Instagram-Nutzer öffentlich einsehbar ist und sich durch die Umstellung Ihre Privatsphäre-Einstellungen ebenfalls anpassen. Möchten Sie weiterhin nur ausgewählte Follower haben, sollten Sie bei einem privaten Instagram-Account bleiben.

Zum Schluss der Umwandlung sollten Sie am besten noch Ihren Account mit Ihrer Facebook-Seite verknüpfen, um das Managen der Seiten zu vereinfachen. Das geht ebenfalls über dem Menüpunkt im entsprechenden Instagram-Account. Wählen Sie hier wieder die „Einstellungen“, dann den Reiter „Konto“. Unter „Verknüpfte Konten“ können Sie neben Facebook auch Ihr Twitter-, Tumblr-, Ameba- und OK.ru-Profil mit Ihrem Instagram-Account verbinden. 

Der Vorteil davon fragen Sie sich jetzt? Erstellen Sie einen Beitrag in Instagram, können Sie den erstellten Post auch gleichzeitig in diesen Netzwerken veröffentlichen. Dazu müssen Sie einfach nur die entsprechenden Riegler aktivieren oder deaktiviert lassen.

2. Ihr Unternehmen muss in einem unterstützten Land ansässig sein.

Die Shopping-Funktion in Instagram ist bisher nur in ausgewählten Ländern freigeschaltet. Glücklicherweise befindet sich der größte Teil von Europa auf dieser Auflistung. Eine Übersicht für diese Länder finden Sie hier.

3. Ihr Unternehmen muss rechtliche Rahmenbedingungen bereits erfüllen. 

Das bedeutet, Ihre zu vertreibenden Produkte müssen von physischer Natur sein. Das bedeutet Ihr Produkt müssen Ihre Kunden sehen und anfassen können. Ein E-Learning wird es daher für Instagram Shopping leider nicht geben. Daher ist das Feature nur für viele E-Commerce-Unternehmen relevant. Ganz besonders die Modebranche profitiert enorm von Instagram Shopping.

Zusätzlich müssen Sie selbstverständlich noch die Handelsrichtlinien von Facebook erfüllen.  

Erfüllen Sie bereits alle Voraussetzungen für Instagram Shopping, kann es los gehen.

2. Facebook Produktkatalog mit Instagram verknüpfen

Für Instagram Shopping benötigen Sie im zweiten Step eine Verknüpfung zu einem Produktkatalog. Falls Sie bereits einen Feed für Ihre Produkte in Facebook erstellt haben, müssen Sie einfach nur im Catalog Manager den entsprechenden Katalog auswählen. In der Rubrik „Einstellungen“ unter dem Punkt „Verbundene Instagram Business-Profile“ finden Sie dann den Button „Profile verwalten“.

Quelle: Screenshot aus Catalog Manager

Wenn Sie noch keinen Katalog erstellt haben sollten, hilft Ihnen eventuell mein Magazinartikel, den ich für den OMT geschrieben habe:

Hier klicken

Nun öffnet sich ein Pop-Up-Fenster mit einer geführten Anleitung von Facebook, in dem Sie sich mit Ihrem Instagram-Zugangsdaten anmelden sollen:

Quelle: Screenshot aus dem Catalog Manager

3. Aktivieren Sie Instagram Shopping in der App.

Die Freischaltung Ihres Accounts für das Feature wird nach Schritt 2 von Instagram geprüft. Das kann einige Tage in Anspruch nehmen. Kontrollieren Sie in den nächsten Tagen deshalb Ihr Instagram-Profil, ob der neue Reiter „Shopping“ in den Business-Einstellungen hinzugefügt wurde. Wenn das nicht der Fall ist, kontaktieren Sie den Kundensupport der Plattform und fragen Sie nach. 

Sobald Sie die Shopping-Funktion in Ihrem Profil sehen, sollten Sie neun Posts hintereinander mit einem Produkt markieren, um das Feature für Ihre Follower auch sichtbar zu machen. 

Wenn ein Instagram-Beitrag mit einem Produkt aus der Shopping-Funktion ausgestattet wurde, erkennen Sie das Feature an der weißen Einkaufstüte in Icon-Form, die im Bild zu sehen ist. Klickt ein Nutzer nun auf das Symbol, werden die Produkte mit Namen und Preis angezeigt. Mit einem zweiten Klick gelangen Interessenten nun auf die Produktdetailseite, auf der direkt gekauft werden kann.  

Fazit

Mit dieser Vorgehensweise haben Sie Instagram Shopping aktiviert und können Instagram als neuen Vertriebskanal für Ihr Unternehmen etablieren. Beachten Sie zum Schluss noch einige Tipps für eine erfolgreiche Nutzung der Instagram-Shopping-Funktion:

  1. Stimmen Sie wie überall sonst auch Ihre Landingpage mit Ihrem Post ab. Die Suchintention sollte zum gezeigten Webseiten-Content passen. 
  2. Nutzen Sie Instagram Stories mit Produktmarkierungen, um eine große Reichweite zu erzielen und auf die neu aktivierte Shopping-Funktion aufmerksam zu machen.
  3. Testen Sie immer neue Elemente, um Ihre Beiträge zu optimieren – sei es Werbeformat, Call-To-Action, Werbemittel oder sonstiges. Aber immer schön der Reihe nach, damit Sie Performance-Änderungen auch den entsprechenden Elementen zuordnen können! 
  4. Wählen Sie passende Hashtags, um Ihre Auffindbarkeit in der Suchmaschine Instagram zu verbessern. Aber nutzen Sie nicht zu viele Hashtags, sonst kennzeichnet die Plattform Ihren Beitrag als Spam und Sie werden abgestraft. Mithilfe der Hashtag-Vorschläge von Instagram, bei der auch die geposteten Beitragszahlen stehen, erkennen Sie ganz gut, welcher Hashtag für Ihren Post geeignet ist.
  5. Schauen Sie immer mal wieder in die Shopping-Insights rein, um zu sehen, welche Produkte gut angekommen und welche eher weniger. Gehen Sie dazu im Profil zum Insights-Tab. Die Statistiken, die von Instagram in den Insights bereitgestellt werden, können Sie dabei unterstützen, die Zielgruppe besser zu verstehen und somit deren Bedürfnisse besser zu befriedigen. 

Also wenn Sie die Voraussetzungen erfüllen, die Instagram jedem Werbetreibenden in der App vorschreibt, und Sie haptische Produkte verkaufen, sollten Sie auf jeden Fall und unter allen Umständen die Shopping-Funktion in Instagram aktivieren, um Ihre Kennzahlen zu verbessern und das Maximale aus der Plattform herauszuholen. 

Schreiben Sie mir doch Ihre Meinung über die Funktion und was Sie denken, wie das Feature in zwei Jahren aussieht oder welche Änderung Instagram als nächstes pushen wird. Ich bin gespannt!

Der Artikel hilft Ihnen nur begrenzt weiter und Sie brauchen dauerhafte Verstärkung im Online Marketing? Schicken Sie uns eine Anfrage und wir kümmern uns gerne darum: 

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Über den Autor

Angela Zahn

angela-zahn

Junior PPC Beraterin

Angela ist unser neuestes Mitglied des ReachX Teams und betreut seit April unsere Kunden im Bereich Facebook sowie Google Ads. Für sie ist die Effektivität und die Relevanz von Werbeanzeigen im Online Marketing von großer Bedeutung, um im Sinne unserer Kunden den höchst möglichen Nutzen für User zu generieren. Bevor Angela zu uns gestoßen ist, absolvierte sie ihre Ausbildung als Marketingkommunikationskauffrau bei der redcoon GmbH. Die damalige Zusammenarbeit mit Agenturen, schulte nicht nur ihr Können im Bereich Online, sondern ebenfalls ihr Verständnis für die Bedürfnisse und Wünsche der Kunden.

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