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Content-Veredelung – In 4 Schritten zum Top-10-Ranking bei Google

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Content-Veredelung – In 4 Schritten zum Top-10-Ranking bei Google

Wer beruflich im Online-Marketing-Bereich unterwegs ist und sich dort mit Content und dessen SEO-Rankings beschäftigt, wird die Situation kennen, dass Webseiten mit einigen Suchbegriffen einfach nicht den Sprung unter die Top 10 der Suchergebnisse schaffen.

Meist wird in solch einer Situation eine neue Unterseite mit passendem Content erstellt, der noch besser auf das gewünschte Keyword optimiert ist. Allerdings verbirgt sich genau hier der Fehler. Der erste Gedankengang ist richtig, nämlich mit neuem Content gezielt auf den gewünschten Suchbegriff zu optimieren. Der zweite Gedanke, der darauf abzielt, den Text auf eine neue URL zu stellen, ist falsch. Warum wird der Content auf eine neue Webseite gestellt und nicht als Erweiterung für die Webseite genutzt, die bereits eine gute Platzierung auf dem Keyword hat?

Die neue URL ist noch nicht indexiert und hat auf dem entsprechenden Suchbegriff noch keinerlei Relevanz. Die bereits rankende Webseite muss lediglich um ein paar Plätze in den Suchergebnissen nach vorn wandern, damit sie eine Top-10-Platzierung in den SEO-Rankings hat. Zusätzlich erstellt man sich sehr wahrscheinlich interne Konkurrenz für verschiedene Keywords, da der neue Artikel thematisch sehr nah an bereits existierende Artikel herankommen wird.

Genau diese Situation, einen Suchbegriff mit einem aktuellen SEO-Ranking auf Seite 2 der Suchmaschine unter die Top 10 der Suchergebnisse zu bringen, ist der Ausgangspunkt bzw. das Ziel der Content-Veredelung.

Kenne die SEO-Rankings der Webseite

Welche aktuellen Platzierungen eine Seite hat, kann der Website-Inhaber in den häufigsten Fällen auf Anhieb selbst nicht beantworten. Dieses Wissen ist allerdings für den Beginn des Prozesses der Content-Veredelung von großer Relevanz.

Keywords, mit denen die Webseite rankt, sollten in regelmäßigen Abständen geprüft werden, um sogenannte Schwellenkeywords zu analysieren. Schwellenkeywords sind Suchbegriffe, die kurz vor einem Sprung in einen bestimmten Bereich der Suchergebnisse stehen. Der definierte Bereich, in den die Keywords springen sollen, sind die Plätze 1 – 10 und Keywords mit einer Positionierung auf Seite 2 können als „Schwellenkeyword“ bezeichnet werden.

Habe die Webseite unter Kontrolle

Wie viele und besonders welche Inhalte bzw. Themen auf der Webseite vorhanden sind, sollte bekannt sein, denn nur so ist gewährleistet, dass das Wachstum bezüglich des Contents unter Kontrolle ist. Wenn keine eindeutige Übersicht über sämtliche Inhalte der Webseite vorhanden ist, besteht die Gefahr, Content mit ähnlichem oder sogar gleichem thematischen Hintergrund zu produzieren.

Dadurch entsteht eine interne Konkurrenz, da zwei Unterseiten versuchen, auf den gleichen Suchbegriffen zu ranken. Dies führt dazu, dass die Suchmaschine keiner der beiden Unterseiten eine klare Relevanz zuordnen kann und ein Top-10-Ranking wird somit nur äußerst schwer möglich. Bei gleichen Themen, die eventuell sogar der gleiche Texter erstellt hat, kann die Gefahr von Duplicate Content entstehen, da Formulierungen und Satzstellungen ggf. große Ähnlichkeiten aufweisen. Dann besteht durchaus das Risiko einer Abstrafung durch die Suchmaschinen.

1)     Analyse der Schwellenkeywords

Mit der Analyse der Schwellenkeywords beginnt der Prozess der Content-Veredelung. Hierfür werden mithilfe eines SEO-Ranking-Tools alle Keywords betrachtet, mit denen die Webseite aktuell in den Suchergebnissen der Suchmaschinen platziert ist. Das Analyse-Tool XOVI kann hier beispielsweise für die Übersicht aller Keywords verwendet werden.

Um einen besseren Überblick zu erhalten, sollten in der Gesamtübersicht aller Keywords die Filter für die aktuelle Position und das monatliche Suchvolumen eingestellt werden. Der Positionsfilter ist so einzustellen, dass ausschließlich Schwellenkeywords, also Suchbegriffe mit einer Platzierung zwischen Position 11 und 20 ausgegeben werden. Der Filter für das monatliche Suchvolumen sollte auf 1000 bis unbegrenzt eingestellt werden, um lediglich Suchbegriffe mit hohem Traffic-Potential ausgeben zu lassen.

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Mit diesen Einstellungen werden alle relevanten Keywords mit entsprechender URL aufgelistet. In Branchen, in denen generell weniger Suchvolumen vorhanden ist, da es beispielsweise um Geräte für die Industrie geht, sollte der Wert für das monatliche Suchvolumen natürlich entsprechend nach unten angepasst werden.

Die aufgeführten Keywords können absteigend nach Suchvolumen sortiert werden, um die Top-Traffic-Keywords schneller zu erkennen. Die Liste kann analysiert und auf Keywords mit gleichen Ziel-URLs geprüft werden. Sollten mehrere Schwellenkeywords die gleiche URL aufweisen, ist es natürlich sinnvoll, diese für die Content-Veredelung zu wählen, da nur eine Webseite für mehrere Keywords angepasst werden muss. Sollte keine URL mehrfach aufgeführt sein, kann ein beliebiges Keyword für den Prozess der Content-Veredelung aus der Liste gewählt werden.

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2)     Weitere relevante Suchbegriffe

Meist ranken auf der URL des gewählten Top-Traffic-Keywords noch weitere Schwellenkeywords, die durch ein eventuell geringeres Suchvolumen als 1000 allerdings in der ersten Analyse nicht aufgelistet wurden. Durch eine URL-Analyse, also eine Analyse einer gezielten Unterseite, können die Keywords betrachtet werden, mit denen die Unterseite ebenfalls in den Suchergebnissen platziert ist.

Damit die Liste auch hier übersichtlicher ist, werden ebenfalls Einstellungen in den Filterfunktionen vorgenommen. Der Positionsfilter bleibt, wie schon bei der Übersicht aller Keywords, lediglich auf die Ausgabe der Schwellenkeywords, also von Position 11 – 20 eingestellt.

Der Filter für das monatliche Suchvolumen wird nach unten angepasst, damit auch Suchbegriffe mit niedrigerem Suchvolumen analysiert werden. Die Halbierung des Wertes, der zur Analyse des Hauptkeywords verwendet wurde, ist ein guter Richtwert.

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In der entstandenen Auflistung werden nun alle Suchbegriffe ausgegeben, mit denen die ausgewählte URL kurz vor einer Top-10-Platzierung in den Suchergebnissen steht. Addiert man die Suchvolumina der gewählten Keywords, erhält man das gesamte Traffic-Potential, welches pro Monat theoretisch erreicht werden kann.

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3)     Semantische Suchbegriffe

Mit semantischen Suchbegriffen werden die gewählten Hauptkeywords im Prozess der Content-Veredelung zusätzlich gestärkt. Die Keywords, die eine gewisse Relevanz zu den jeweiligen Hauptkeywords bzw. Schwellenkeywords haben, da sie diese thematisch umschreiben, sollten zusätzlich im Text verwendet werden. Alle aus Schritt 2 gewählten Suchbegriffe sollten mithilfe eines Content-Analyse-Tools analysiert werden, um die semantischen Keywords ermitteln zu können.

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Eine Content-Veredelung sollte immer durch die Platzierung eines zusätzlichen, neu erstellten Textabschnittes geschehen. Dadurch kann auf das behandelte neue Thema besser eingegangen werden und der gesamte Text wird lesenswerter. Kleine Anpassungen können eventuell durch Satzumstellungen im bereits bestehenden Text vorgenommen werden. Allerdings besteht hier die Gefahr, bereits gute Platzierungen negativ zu beeinflussen, da wohlmöglich unbewusst semantische Keywords anderer wichtiger Suchbegriffe entfernt werden.

4)     Nutzerdaten verbessern

Die Suchmaschinen achten immer mehr auf Nutzerdaten und lassen diese daher auch immer stärker in ihre Rankingfaktoren einfließen. Im Prozess der Content-Veredelung sollte daher nicht ausschließlich auf die Platzierung und Verbesserung der ausgewählten Keywords, sondern auch auf die Nutzerdaten und deren Verbesserung geachtet werden.

Viele Anpassungsmöglichkeiten, die die Nutzerdaten positiv beeinflussen, können außerdem weitere gute Keyword-Träger sein.

Eine Möglichkeit ist beispielsweise ein Inhaltsverzeichnis mit sogenannten Sprungmarken zu den entsprechenden Absätzen. Der Artikel auf der Webseite wird durch neue Themen immer umfangreicher, wodurch ein holistischer Content entsteht. Ein Inhaltverzeichnis verbessert die Nutzerführung, womit die Absprungrate sinkt. Zusätzlich werden wichtige Suchbegriffe mit dem Inhaltsverzeichnis erneut auf der Seite erwähnt, da sämtliche Überschriften ein weiteres Mal auf der Webseite platziert werden.

Mit Bildern und Videos können die Nutzerdaten ebenfalls positiv beeinflusst werden. Beide medialen Inhalte lockern den Text auf und sorgen für eine länge Verweildauer auf der Webseite, denn auch wenn Nutzer den Text nur überfliegen, bleiben sie in der Regel bei Bildern und Videos hängen. Zusätzlich können über Alt-Tag, Title-Tag, Bild- und Videobeschreibung sowie über den Dateinamen weitere Keywords platziert werden.

Fazit

Mit der Content-Veredelung behält man den Überblick über die eigene Webseite, da beispielsweise Blogartikel nicht nur produziert und anschließend liegengelassen werden, sondern sich immer wieder mit dem Artikel auseinandergesetzt wird. Außerdem ermöglicht der Prozess mithilfe der vier oben genannten Schritte, die Schwellenkeywords einer URL in die Top-10-Suchergebnisse zu bringen.

Durch die regelmäßige Optimierung der Suchbegriffe und der damit verbundenen Texterweiterung wird nicht nur der Traffic maximiert. Die Webseite bzw. der Content bleibt auf dem neusten Stand, da immer aktuelle Themen durch die Texterweiterung aufgenommen werden können. Die Aktualität – auch „Freshness“ genannt – ist seit 2011 ein Rankingfaktor, da die Suchmaschinen ihren Usern immer aktuelle Ereignisse und Erkenntnisse liefern möchten.

Der Prozess der Content-Veredelung sorgt daher umfassend für die Verbesserung einer Webseite und spart zugleich Ressourcen.

Über den Autor

Daniel Sternberger

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Junior SEO Berater

Daniel Sternberger ist seit März 2018 bei der ReachX GmbH und betreut die Kunden im Bereich SEO. Zuvor hat er sein Bachelor im Bereich Webdesign & Development erfolgreich abgeschlossen und mit dem Berufseinstieg bei der OMSAG Berufserfahrung gesammelt. Für Daniel ist es wichtig die Webseiten nicht für die Suchmaschinen, sondern auch für die Besucher zu optimieren, denn nur eine gute Platzierung bringt keine Umsatzsteigerung.

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