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Warum man den Google Analytics Code unbedingt an der richtigen Stelle implementieren sollte

    Inhaltsverzeichnis:

Warum man den Google Analytics Code unbedingt an der richtigen Stelle implementieren sollte

Die Arbeit mit Google Analytics birgt viele kleine und große Seltsamkeiten, die schon so manchen Verantwortlichen im Marketing und der Programmierung vor Fragezeichen gestellt haben. Wieso verändern sich plötzlich die Zahlen bei der Absprungrate so stark? Wie kommt es, dass die Zahl der Besucher so stark gestiegen ist, seitdem wir die neuen Seiten etabliert haben? Und warum wollen die Daten aus Google Analytics so gar nicht zu den realen Zahlen beim Umsatz über unsere Webseite passen? Wer auf diese Szenarien stößt ist in den seltensten Fällen das Opfer eines technischen Fehlers geworden. Man würde sich wundern, wie oft es daran liegt, dass der Google Analytics Code einfach falsch eingebaut wurde.

Wie erkenne ich ein Problem mit meinem Google Code?

Eigentlich ist es ganz einfach: Bei der Installation von Google Analytics stellt Google den Code zur Verfügung und sagt sogar relativ klar, wo dieser eingebaut werden soll. Selbst die Tutorials aus dem Internet beschäftigen sich dabei allerdings mit einer optimalen Situation. Bei ihnen sind meistens keine Skripte auf der eigenen Seite vorhanden, die den Einbau komplizierter machen können. Die meisten Betreiber einer Webseite entscheiden sich dann dafür, den Code einfach nach Gefühl einzusetzen. Das kann zu einem großen Fehler werden.

 

Meistens bemerkt man zu spät, dass überhaupt ein Fehler mit dem Google Analytics Code vorhanden ist. Sehen die Daten am Anfang noch vollkommen richtig aus, bemerkt man erst im Laufe der Zeit, dass diese ein wenig seltsam sind und nicht so recht zu den tatsächlichen Erfahrungen passen wollen. In diesem Augenblick würden die meisten Verantwortlichen wohl alles hinterfragen: Ihre Benutzer, die Programmierung der Seite oder einfach einen seltsamen Trend, den man verpasst hat. Die bittere Wahrheit ist allerdings, dass man vermutlich den Code für die Analyse einfach an der falschen Stelle oder in Hinblick auf doppelte Existenz falsch eingebaut hat.

Warum ist die Position vom Google Analytics Code so wichtig?

Tatsächlich unterschätzt man vielleicht, wie wichtig es ist, dass der Code an der richtigen Stelle gesetzt ist. Zugegeben, Google informiert Sie nur unzureichend, was genau eigentlich die richtige Stelle sein soll und welche Auswirkungen auf Ihre Ergebnisse es haben kann, wenn der Code einmal nicht richtig gesetzt ist. Allerdings klären wir Sie hier einmal auf, welche Folgen es haben kann. Dabei geht es nicht alleine um die falsche Positionierung, sondern in vielen Fällen auch um das Flickwerk, das eine Webseite nun einmal sein kann.

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In der Verwaltung von Google Analytics finden Sie unter Tracking-Informationen Hinweise zur Implementierung des Codes für Universal Analyitcs.

Es kommt nicht selten vor, dass, gerade in Unternehmen, mehrere Verantwortliche mit dem Aufbau einer Webseite beauftragt werden. Dies kann parallel passieren oder aber in Form von Wechseln auf der zuständigen Position. Ist nun keine gute Dokumentation vorhanden oder wird einfach nicht zu 100 Prozent aufmerksam gearbeitet, ist sehr schnell ein zweiter Code eingebaut. Die Ergebnisse werden spätestens jetzt in Google Analytics ein vollkommenes Chaos auslösen. Hier sind einige Beispiele, die entstehen können, wenn mit dem Google Analytics Code nicht richtig und sauber gearbeitet wird:

  • Doppeltes oder gar dreifaches Tracking: Plötzlich sind unglaublich viele Besucher auf der Seite. Sie rufen dutzende Unterseiten auf, und irgendwie scheint kein Besucher die Webseite jemals aus eigenem Antrieb zu verlassen. Der Traum eines jeden Webseite-Betreibers in der heutigen Zeit. Nur eben durch einen Fehler hervorgerufen, und die Daten haben nichts mit der Realität, sondern mit einem falsch gesetzten Code zu tun.
  • Halbes Tracking: Ist der Google Analytics Code an der falschen Stelle gesetzt, wird er vielleicht zu spät aktiviert. Skripte auf der Seite oder schlechte Ladezeiten führen dazu, dass der Schnipsel zu spät aktiviert wird. Das kann entweder zu völlig falschen oder zu gar keinen Ergebnissen in Google Analytics führen.
  • Es gibt viele Möglichkeiten, wie der Codeschnipsel durch andere Skripte beeinflusst wird. Auch die Conversions, besonders jene von Google Adwords, sind sehr anfällig für solche Fehler und liefern am Ende vollkommen falsche Daten für die Analyse.

Dies sind nur einige Beispiele, die wir in den vergangenen Jahren festgestellt haben, wenn es Probleme mit dem Codeschnipsel für Analytics gab. Es zeigt zum einen, wie abhängig die Webseiten davon sind, dass ihre Analytics-Daten richtig funktionieren und wie einfach es ist, ganz erhebliche Fehler zu verursachen. Das Problem sind vor allem die Folgen: Liegen falsche Daten vor, wird der Erfolg der eigenen Maßnahmen und Conversions vielleicht zu hoch bewertet. Während sich das Team aus dem Marketing freut, fragen sich die Kollegen im Vertrieb, wo denn all diese Leads sein sollen, die angeblich von der Seite im Internet vermittelt werden.

Langfristig kann es einem Unternehmen also erheblich schaden, wenn nicht die richtigen Daten aus Google Analytics ausgelesen werden.

Was sind typische Fehler, die sich aus diesen falschen Daten ergeben?

Die möglichen Fehler und Folgen sind zahlreich und können, wie bereits oben erwähnt, auch zu nachhaltigen Schäden führen. Es beginnt zum Beispiel mit der Frage, wo die vielen Benutzer eigentlich herkommen, die es auf die eigene Webseite schaffen. Eine der wichtigsten Erkenntnisse, die man aus der Nutzung von Google Analytics gewinnen kann, ist die, woher die Besucher auf die eigene Webseite kommen.

Werden sie durch Werbung hergeführt? Durch einen bestimmten Suchbegriff? Oder war es der Link von einer Partnerseite? Falsche Daten mischen die Besucher und sorgen dafür, dass am Ende niemand mehr mit Gewissheit sagen kann, woher die Besucher eigentlich gekommen sind. Das könnte im Zweifel auch für falsche Investments im Bereich Affiliates oder Internetwerbung sorgen.

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Typisch ist auch, dass daraus eine falsche Qualität über den eigenen Content ermittelt wird. Wenn die Absprungrate nur noch 10 Prozent betrifft, obwohl man nur einen Absatz geändert hat, ist es wohl an der Zeit, ein wenig kritischer auf die Daten von Google Analytics zu blicken. Die Beurteilung der Inhalte ist in der heutigen Zeit ein wichtiger Bestandteil der Analyse. Falsche Daten sorgen mitunter dafür, dass die Inhalte schlechter sind, als sie sein sollten, und echte Besucher keinesfalls so gerne mit der Webseite interagieren, wie es das Programm von Google sagt.

Der Klassiker ist aber natürlich die Zahl, mit der das Team aus dem Marketing besonders gerne angibt. Schon eine kleine Änderung an der Frontpage hat dazu geführt, dass die Zahl der Visitor sich verdoppelt hat. Verdoppelt! Naja, am Ende wird es wohl weniger an der kleinen Änderung auf der Startseite gelegen haben als viel mehr daran, dass sich plötzlich gleich zwei Tracking Codes auf der Seite befinden, weil jemand nicht ganz sauber gearbeitet hat. Das kann für alle Beteiligten äußerst peinlich enden.

Wo sollte der Code denn nun platziert werden?

Wir haben jetzt also viel darüber geredet, wo der Code auf keinem Fall platziert werden sollte und was die Folgen sind, wenn er an der falschen Stelle im Quellcode zu finden ist. Nun geht es natürlich darum, daraus die richtigen Konsequenzen zu ziehen und ihn an der richtigen Stelle zu positionieren. Der Google Tag Manager stellt eine große Hilfe dar, um Google Analytics korrekt zu implementieren – wohlgemerkt den Universal Code. Dabei ist jedoch sehr wichtig, dass der Google Tag Manager selbst sauber in die Webseite eingebunden ist und nicht ältere Tracking Codes dazwischenfunken. Google stellt dafür eine Anleitung zur Verfügung.

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Generell sollte der Code von Analytics auf keinen Fall mit einem anderen Programm dieser Art kombiniert werden. JavaScript für die Funktionsfähigkeit der Webseite sind noch in Ordnung, weitere Programme für das Tracking werden die Ergebnisse aber mit einer ziemlichen Sicherheit verfälschen. Zudem sollte darauf geachtet werden, dass sich nicht auf irgendwelchen Unterseiten noch alte Bestandteile von einem anderen Code befinden. Es darf nur der aktuellste Code und wirklich nur an der beschriebenen Position genutzt werden, wenn man die besten Ergebnisse mit Google Analytics erzielen möchte.

Ohne eine richtige und passende Platzierung des Google Analytics Codes kann man es auch ganz sein lassen. Funktioniert er aber korrekt, dürften die Daten einfach jeder Webseite aus dieser Welt dabei helfen, ihre eigenen Arbeiten zu verbessern, Optimierungen an den richtigen Stellen vorzunehmen und somit den Erfolg einer Website im Internet noch wahrscheinlicher zu machen.

Über den Autor

Sascha Behmueller

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Produkt- und Online-Markting Experte

Sascha Behmüller ist der Experte für Conversion Rate Optimierung und PPC-Maßnahmen bei der ReachX GmbH. Seit April 2017 ist er Geschäftsführer und zuständig für die Leitung unserer Agentur. Zuvor hat er knapp 10 Jahre Berufserfahrung als Produkt- und Online Marketing Manager in Unternehmen wie Vodafone, Deutsche Telekom und 1&1, sowie Gazprom Energy gesammelt. In dieser Zeit hat er es sich zur Aufgabe gemacht, den Kunden in den Mittelpunkt seiner Arbeit zu stellen, sei es in der Produktentwicklung oder in der Online-Ansprache. Mit Conversion-Rate-Optimierung setzt er sich seit mehreren Jahren auseinander und ist für seine Kunden stets auf der Suche nach den neuesten Erkenntnissen aus dem Bereich der CRO. Im Blog berichtet Sascha auch über Themen wie Google Analytics, AdWords und den Google Tag Manager, da diese für ihn sehr wichtige Tools zur Conversionoptimierung darstellen.

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