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Nutzen Sie die Instagram „Direct Message“ und erhöhen Sie Ihre Reichweite!

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Nutzen Sie die Instagram „Direct Message“ und erhöhen Sie Ihre Reichweite!

Instagram hat auch im letzten Jahr wieder enorm an Bedeutung gewonnen – das Wort Influencer Marketing dürfte an niemandem vorbeigegangen sein, der sich halbwegs mit Online Marketing beschäftig. Doch Instagram hat im Gegensatz zu anderen Seiten einen noch viel größeren Vorteil für die eigene Vermarktung: Nutzer können hier noch keine Direct Messages blockieren. Es ist vielleicht die aktuell beste Plattform zum Netzwerken und für die Entwicklung von Geschäftsbeziehungen. Wie das geht? Folgen Sie dieser Schritt-für-Schritt-Anleitung und holen Sie das Beste aus Instagram heraus.

Richtig „Netzwerken“ im Jahr 2018

Während der Ausbildung oder auch auf Fortbildungen haben Sie sicher schon etwas von: „Man verkauft kein Produkt, sondern man verkauft die Lösung eines Problems!“ gehört – und genau darum geht es!

Mal ehrlich, die Welt ist doch voll mit Verkäufern, die den ganzen Tag nichts anderes machen, als ihre Produkte anzupreisen. Das führt in erster Linie dazu, dass die möglichen Kunden schnell genervt sind und sich womöglich direkt aus dem Staub machen. Die Lösung liegt nach dem Autor Gary Vaynerchuk von „Jab, Jab, Jab, Right Hook“ in dem Aufbau einer Beziehung zwischen Kunde und Unternehmen. Der Kunde möchte abgeholt werden. Er möchte Lösungen für seine individuellen Probleme erhalten und eine Betreuung, die nicht auf den Moment des Kaufens beschränkt ist. Der Grundsatz lautet: Ein Geschäft dauert ein Leben lang und nicht einen Tag.

Was genau das mit Instagram zu tun hat?

Das Potenzial der Plattform wird einfach noch nicht richtig genutzt und darin liegt die große Chance. Denn auf Instagram können Sie, sofern Sie ein bisschen hartnäckig sind, sich mit jedem Nutzer auf der Welt verknüpfen und so eine (Geschäfts-)Beziehung aufbauen. Sei es der Laden um die Ecke oder ein Influencer mit riesigem Gefolge. Was zählt ist, dass Sie zuerst einmal ein Netzwerk aufbauen und erst dann an den Verkauf bestimmter Produkte denkt.

Netzwerken auf Instagram: die 5 wichtigsten Schritte zum Erfolg

Je öfter, desto besser!

1. Knüpfen Sie Verbindungen

In den sozialen Netzwerken geht es laut zu und es mag anfangs etwas unübersichtlich wirken, da jeder Nutzer seine Inhalte im Netz verbreitet. Doch das Gute daran ist, dass Sie gezielt auf die Suche begeben können. Machen Sie sich also zunächst bewusst, welche Begriffe und Suchwörter für Ihr Unternehmen zielführend sind. Dazu können Sie in der Suche verschiedene Begriffe ausprobieren und diese auch nach Orten, Benutzern und Hashtags filtern lassen.

 

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Schauen wir uns diese Möglichkeit anhand eines Beispiels detaillierter an. Angenommen Sie sind der Betreiber eines kleinen Cafés in Berlin-Mitte. Jetzt könnten Sie zunächst nach den Begriffen „Café“ oder „Kaffeetrinken“ suchen. Begrenzen Sie die Ergebnisse auf Ihre Umgebung, um den Trend in der Nähe (zielgruppengerecht) feststellen zu können. Nun prüfen Sie die Konten, die Sie finden. Höchstwahrscheinlich werden Sie Profile von Menschen finden, die in Ihrer Umgebung schon mal einen Kaffee getrunken haben und davon ein Foto für Ihre Follower hochgeladen haben. Hier sind sie richtig! Denken Sie daran, es ist nicht unbedingt nötig Influencer mit hunderttausend Anhängern zu finden. Die sogenannten „Micro-Influencer“ mit weniger Followern können wesentlich effektiver sein, wenn Sie, so wie in unserem Beispiel, ein lokal begrenztes Unternehmen besitzen.

2. Analysieren Sie Accounts

Nachdem Sie ein vielversprechendes Profil gefunden haben, geht es an den nächsten Schritt. Hier schauen Sie etwas genauer ins Profil. Es stört zum Beispiel nicht, wenn der gefundene Micro-Influencer nur 300 Follower hat, aber jedes seiner Bilder 120 Likes und zahlreiche Kommentare generiert. Das bedeutet nämlich, dass die Bindung zwischen ihm und seinen Anhängern stark ist. Und die Aufmerksamkeit, die ihm zu Teil wird, ist in der heutigen digitalen Marketingwelt von hohem Wert.

Natürlich kommt es auch auf die Inhalte an. Es reicht also nicht, wenn der Account eine hohe Kommunikationsrate aufweist, sondern es müssen auch vermehrt Bilder aus Ihrer Branche darunter zu finden sein. In unserem Beispiel sollten also öfters Fotos von Kaffee zu finden sein. Haben Sie beispielsweise eine Buchhandlung, sollten viele Bücher auf den Fotos erscheinen und so weiter.

Für die Recherche eines Accounts reichen übrigens durchschnittlich 30 Sekunden. Sie sehen also, dass das Ganze zügig geht und wenn Sie ein geeignetes Profil finden, kann es losgehen mit dem Aufbau einer Beziehung. Dies ist der Schlüssel zum Erfolg.

3. Verschicken Sie Werte (- keine Spams)

Bevor Sie jetzt einen Instagram-Serienbrief erstellen und per Copy-Paste an Tausende potenzielle Accounts verschicken, lesen Sie bitte noch ein wenig weiter. Das wichtigste ist: Sie müssen gezielt und strategisch vorgehen.

Es geht um einen Wert, den Sie vermitteln möchten. Versuchen Sie sich in den Menschen hinter dem Account hineinzuversetzen und bieten Sie ihm eine Lösung für das Problem an, welches er hat, oder was er vermutlich bald haben könnte. Genau das ist die Taktik, die Sie zum Erfolg führen wird!

Um bei unserem einfachen Beispiel zu bleiben: Sie haben gesehen, dass einer der letzten Posts aus einem Café in Berlin-Kreuzberg kamen und in der Beschreibung stand, dass die Bedienung dort überaus unfreundlich sei. Nun könnten Sie so etwas schreiben wie: „Hey, ich habe gesehen, dass Du kürzlich beim Kaffeetrinken eine schlechte Erfahrung gemacht hast. Da wir Kaffee lieben und dir gerne zeigen möchten wie eine Tasse Kaffee dein Leben ein Stück schöner macht, freuen wir uns, wenn du mal bei uns vorbeischaust!“

Seien Sie persönlich und helfen Sie Ihren potenziellen Kunden.

 

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4. Versenden Sie Direktnachrichten

Um direkten Kontakt mit dem potenziellen Kunden aufnehmen zu können, verhilft die Option der Instagram Direct Message. Dafür öffnen Sie Instagram und klicken Sie auf die drei kleinen Punkte in der oberen rechten Ecke des Kontos einer Person. Wählen Sie „Nachricht senden“ und verschicken Sie Ihre individuell angepasste Direktnachricht an den Instagram User.

 

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5. Bleiben Sie am Ball

Knicken Sie nicht ein, wenn Sie zunächst eine ablehnende Antwort oder womöglich gar keine Antwort erhalten. Selbst wenn nach einhundert Direct Messages nur eine positive Antwort zurückkommt, geben Sie nicht auf – das ist völlig normal! Aber wenn der Ball erst einmal ins Rollen kommt, verfehlt er selten das Ziel.

Im Endeffekt geht es darum, einen Fuß in die Tür der Kunden zu bekommen. Dann öffnet sie sich leichter. Aber Vorsicht: ist die Tür dann offen, müssen Sie liefern!

Wichtig ist, dass Sie jeden Tag Zeit investieren, um potenzielle Accounts anzuschreiben. Hören Sie nicht nach 10 Versuchen auf, um die Antworten abzuwarten. Schreiben Sie weitere 10 Profile an. Oder 100. Oder 300.

Instagram bietet neue Chancen

Manch einer wird sich sicherlich fragen, warum die „Direct Message“ auf Instagram so toll sein soll. Ist es nicht einfach nur das Schreiben von Nachrichten an eine andere Person? Ja, aber auch nein. Reisen wir ein Stück zurück in die neunziger Jahre, in die Zeit in der die ersten Emails verschickt wurden. War das da nicht auch nur ein elektronischer Brief? Doch, was ist damals passiert? E-Mail-Marketing ging durch die Decke und wer sich früh genug daran beteiligt hatte, konnte hohe Gewinne einfahren.

Genauso war es Anfang des Jahrtausends als aufgrund verschiedener „Bloggern“ die ersten individuellen Onlinemagazine entstanden, welche genau auf die Bedürfnisse des Kunden ausgerichtet waren. Die Spitze des Business verstand es damals sehr gut diese neue Möglichkeit zu nutzen, um gezielt Werbung zu verbreiten.

Ähnlich kann heute Instagram genutzt werden, denn über ein paar nette und vor allem persönliche Worte freut sich schließlich jeder, unabhängig vom Status Mirco-Blogger oder Influencer. Haben Sie sich über die Direct Message sympathisch gemacht, wird sich in jedem Fall ein positiver Effekt auf Sie und Ihr Business auswirken.

Warum lässt Instagram die anderen Social Media Kanäle links liegen?

Jetzt werden wieder andere Leute fragen, warum es eigentlich gerade Instagram ist, auf das man sich konzentrieren sollte? Was ist mit Snapchat und all den anderen sehr ähnlichen Plattformen? Das ist leicht zu beantworten:

Instagram hat 700 Millionen Nutzer!
Damit zählt das soziale Netzwerk zu einem der zwei wichtigsten Plattformen weltweit. Und ist gleichzeitig zu einer gigantischen Kraft im gesamten Werbemarkt geworden.

 

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Einige Accounts zählen mittlerweile mehr als 100 Millionen Follower. Doch, beschrieben: Für Produkte, die auf lokaler Ebene vertrieben werden sollen, reicht die Zusammenarbeit mit weniger einflussreichen Bloggern.

Nachdem Sie sich einige Zeit mit Instagram auseinandergesetzt haben, werden Sie feststellen, dass die soziale Plattform noch immer am Wachsen ist. Ständig kommen neue Updates und Funktionen dazu, die das Netzwerk ansprechender gestalten und die aktuellen Userzahlen täglich erhöhen.

Eine solide Recherche entscheidet

Ebenso wie ein Wissenschaftler, der sich zunächst ausgiebig Grundlagenforschung betreiben muss, dient die Recherche in diesem Beispiel ebenfalls als nötige Grundlage. Auf Instagram werden Sie einfach alles finden. Angefangen bei Lebensmittelgeschäften, Metzger und Friseure, über Installateure, bis hin zum Fotografen und zu jedem Unternehmen und jeder Tätigkeit gibt es häufig mehr als nur einen Hashtag zu finden.

Zurück zu unserem Beispiel: Nehmen Sie sich die Zeit und studieren Sie die Bildergebnisse zu Ihrer Branche. Schauen Sie sich alle Bilder zum Hashtag „Kaffee“ an. Und auch die zu den Hashtags „Kaffetrinken“, „Kaffeliebhaber“, „Kaffeezeit“ und „Kaffeeliebe“. Überprüfen Sie, ob sich hinter diesen Bildern andere Cafés verbergen. Welche sind die besten und erfolgreichsten Posts dieser Accounts. Was machen sie richtig, was falsch? Was können Sie besser umsetzen?
Das alles mag etwas mühselig erscheinen, aber nicht vergessen: Wissen ist Macht – wobei wir in diesem Fall von Erfolg sprechen sollten.

Nach einer ausgiebigen Recherche werden Sie viel über den Auftritt Ihrer Branche im Netz und dem Verhalten Ihrer potenziellen Kunden in Erfahrung gebracht haben. Vielleicht sogar den ein oder anderen Trend neu erkannt haben. Und im Endeffekt müssen Sie für diese wertvollen Informationen erstmal nichts bezahlen, bis auf den Zeitaufwand – aber es wird sich lohnen!

Weitere Möglichkeiten auf Instagram

Kommen wir noch einmal zurück zu Instagram selbst. Auf der Plattform geht es natürlich nicht nur um das Posten von Bildern und die Möglichkeit mittels Direktnachricht, Kontakte zu knüpfen. Sie können auch kleine Videos aus Ihrem Unternehmen oder von Ihren Produkten zeigen – sprich Werbung schalten für die vor Jahren noch teuer bezahlt werden musste.

Mittlerweile zählt auch die „Instastory“ zu den neusten Funktionen von Instagram. Zwar sind die Videos nur 24 Stunden online, dafür interessieren sich Fans, potenzielle Kunden und weitere Follower sehr für das was Sie und Ihre Mitarbeiter im Moment gerade tun. Auch können Sie Ihre Produkte und Dienstleistungen in der Story gezielt und in mehreren Schritten vorstellen. Das funktioniert bei großen Unternehmen ebenso gut, wie bei kleinen.

Schauen wir uns wieder unser Beispiel mit dem Café in Berlin-Mitte an. Alles was Sie, als Besitzer dieses Cafés machen müssen ist, die entsprechenden Hashtags zu identifizieren und mit möglichen Influencern aus Ihrer Gegend in Kontakt zu treten. Angenommen Sie haben Glück und ein Food Blogger aus Ihrem Kiez ist begeistert von den Fähigkeiten Ihres Baristas. Er kommt zu Ihnen in den Laden, bestellt einen Cappuccino und postet ein Foto davon an seine 3.000 Follower. Was wollen Sie mehr?
Ja richtig: Weitere Influencer, die es ihm gleichmachen!

Genauso erweitern Sie Schritt für Schritt Ihre Reichweite und machen sich in Ihrer Gegend einen Namen. Im nächsten Schritt werden zum Beispiel Follower, die Ihren Cappuccino auf Instagram gesehen haben, beim nächsten Besuch in Berlin zielgerichtet Ihr Café ansteuern. Und das alles nur, weil Sie einmal eine Direct Message an diesen einen Influencer geschrieben haben. Das ist leicht oder?

Der springende Punkt liegt darin, immer und immer bereit zu sein, anderen Menschen einen Mehrwert zu bieten. Setzen Sie auf Kooperation und auf die Interessen Ihres Kontaktes, um so an weitere Fans und Kunden zu gelangen.

Was können sich Influencer die Direct Message zu Nutze machen?

Ein Influencer auf Instagram zu sein bedeutet, dass Ihnen zahlreiche Menschen folgen und beobachten, was Sie den lieben langen Tag so machen. Sie nehmen sich an Ihnen ein Beispiel und versuchen Sie in gewissen Dingen nachzueifern. Das ist dann natürlich der Jackpot. Doch auch hier sind DMs wieder eine nicht zu unterschätzende Angelegenheit. Denn es geht schließlich um persönliche Bindung zu potenziellen Kunden. Ein einfaches „Danke fürs Folgen“ ist bares Geld wert. Denn es vermittelt Ihren Followern, dass sie ernst genommen werden und damit baut sich eine persönliche Beziehung auf, die Vertrauen in Sie und Ihre Produkte schafft.

Sie sehen also, es ist zwar ein wenig Arbeit, dennoch lohnt es sich. Aus einfachen Direktnachrichten kann sich eine weitreichende Geschäftsentwicklung entstehen. Worauf warten Sie noch? 2018 hat gerade erst begonnen!

Bildquelle: ponsulak / 123RF Standard-Bild

Über den Autor

Sascha Behmueller

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Produkt- und Online-Markting Experte

Sascha Behmüller ist der Experte für Conversion Rate Optimierung und PPC-Maßnahmen bei der ReachX GmbH. Seit April 2017 ist er Geschäftsführer und zuständig für die Leitung unserer Agentur. Zuvor hat er knapp 10 Jahre Berufserfahrung als Produkt- und Online Marketing Manager in Unternehmen wie Vodafone, Deutsche Telekom und 1&1, sowie Gazprom Energy gesammelt. In dieser Zeit hat er es sich zur Aufgabe gemacht, den Kunden in den Mittelpunkt seiner Arbeit zu stellen, sei es in der Produktentwicklung oder in der Online-Ansprache. Mit Conversion-Rate-Optimierung setzt er sich seit mehreren Jahren auseinander und ist für seine Kunden stets auf der Suche nach den neuesten Erkenntnissen aus dem Bereich der CRO. Im Blog berichtet Sascha auch über Themen wie Google Analytics, AdWords und den Google Tag Manager, da diese für ihn sehr wichtige Tools zur Conversionoptimierung darstellen.

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